Mit Liebe gefertigt – Glashütter Glanzleistungen

Auf Hochglanz poliert, von Hand und auf viele unterschiedliche Arten: Mit traditionellen Handwerkstechniken macht die Manufaktur NOMOS Glashütte ihre Uhrwerke noch besser. Und damit auch Uhren wie etwa die neue Version von Lambda, in welcher die 175-jährige Tradition weiterlebt.

GLASHÜTTE, NOVEMBER 2020. Spiegelglatt müssen die Oberflächen am Ende sein: Wenn die Finisseure der Uhrenmanufaktur NOMOS Glashütte dem Handaufzugswerk DUW 1001 den letzten Schliff verleihen, dauert dies Stunden. Sie arbeiten hochkonzentriert, denn schon ein winziges Staubkorn könnte einen sichtbaren Kratzer hinterlassen. Dabei ging es ursprünglich aber nicht nur um die ästhetische Verfeinerung des Uhrwerkes. Die verschiedenen Politurtechniken hatten einst eine ganz praktische Funktion – glatte Oberflächen erschweren die Oxidation. Damals war dies technisch relevant, heute ist einfach nur noch schön.

Beim Anglieren, wie eine dieser Schlifftechniken heißt, wird zwischen Oberfläche und Kanten eines Uhrwerkteils manuell eine Abschrägung von exakt 45 Grad geschliffen. Anschließend wird diese mit einem Werkzeug aus gehärtetem Stahl geglättet und mit einem Polierholz verfeinert – Glanzschleifen nennt man dieses Verfahren.

Um die sechs winzigen Goldchatons des Uhrwerks zu polieren, werden diese vorsichtig in weiches Holundermark gedrückt. Das gibt ihnen Halt, ohne dass zu viel Druck auf sie ausgeübt würde. Dann werden sie über sehr feine Schleifpapiere gerieben. Und sehr fein bedeutet in diesem Fall: mit einer Körnung von einem bis fünf Tausendstel Millimetern. Einzelne Stahlteile wiederum, etwa Rückerzeiger, Sperrklinke, Sperrklinkenfeder und Schwanenhalsfeder, werden mit einer Zinnpolitur geglättet – sie werden schwarzpoliert, heißt das in der Welt der Feinuhrmacherei. Das Werkstück wird dabei auf einer Zinnplatte mit einer Schleifpaste bearbeitet, deren Körnung nach und nach abnimmt. Das Ziel: Die Oberfläche so auf Hochglanz zu bringen, dass einfallendes Licht vollständig reflektiert wird. Aus einem bestimmten Einfallswinkel allerdings wird alles Licht geschluckt, die Oberfläche erscheint dann unserem Auge tiefschwarz, daher der Name.

Von Hand graviert, nicht geschliffen ist der Schriftzug auf dem Unruhkloben: „Mit Liebe in Glashütte gefertigt“ steht da. Und das gilt für die ganze Uhr. Viele der Veredelungen allerdings bleiben im Verborgenen, erfreuen vielleicht in Jahren nur den Uhrmacher, der das Kaliber reinigen und ölen wird.

Es ist solches Wissen und Können, das in Uhrwerk DUW 1001 und damit in NOMOS-Modell Lambda steckt und das sie zu einem Paradebeispiel macht. Und in ihrer neuesten Version gibt es diese Atelieruhr zum ersten Mal in Stahl, nicht Gold. Lambda – 175 Years Watchmaking Glashütte ist nach Chronometerwerten reguliert und in den Farben Emailleweiß, -blau und -schwarz erhältlich, limitiert auf 175 Stück je Farbe. Das Sondermodell gibt es ab sofort und für begrenzte Zeit im Fachhandel für 5.800 Euro.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies und dem Einsatz von Google Analytics zu. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen