KPM-Porzellan zu Ehren des Bauhauses

 

Mit dem 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum erfahren Minimalismus, Zweckdienlichkeit und Funktionalität in Design und Architektur eine Renaissance. Zu diesem Anlass präsentierte die KPM Berlin die Vase HALLE und Stücke des Services URBINO bereits in einem in Anlehnung an einstige Bauhaus-Tapeten gestalteten, monochromen Dekor.

Mit der zweiten, in Handmalerei dekorierten Edition stellt das Berliner Traditionsunternehmen jetzt zeitgleich den Facettenreichtum ihrer Bauhaus-Formen und eine Expertise im Bereich vollendeter Freihandmalerei unter Beweis.

Die Vase HALLE wurde ursprünglich im Jahr 1930/31 von Marguerite Friedlaender-Wildenhain erdacht. An der Kunsthochschule Burg Giebichenstein als Leitung der Keramischen Versuchsanstalt tätig, gewann sie schnell an Ansehen und entwarf bald auch für die KPM Berlin. In der handbemalten Re-Edition kommt die Bauhaus-Ästhetik der Vase in besonderem Maße zur Geltung: Den von der Form des Kreises abgeleiteten Korpus und trichterförmigen Hals der Vase schmücken nun geometrische Streifen in den Bauhaus-Grundfarben Blau, Gelb und Rot sowie Schwarz. Die handbemalte Vase in den Größen 1 bis 3 ist auf pro Größe auf je 100 Stück limitiert.

Ein besonderes Highlight der Edition ist das ebenfalls von der Bauhaus-Künstlerin Friedlaender-Wildenhain gestaltete Mokka-Dejeuner HALLE´SCHE FORM. Unverkennbar für das auf dem HALLE Tableau thronende Dejeuner sind seine klare Ästhetik und die trichterförmige Tülle als durchdachtes Detail an Kanne und Sahnegießer. Dekoriert wird es mit einem Malereidekor von Ernst Böhm mit echtem Poliergold. Zwischen 1925 und 1930 entwarf dieser ikonische Malereien für die Hauptstadt-Manufaktur. Handverlesen und auf zehn Sammler-Exemplare limitiert, verleiht neben der Linearität der Malerei ein per Hand aufgebrachtes Poliergold-Dekor eine exquisite Note.

Mit der b100 Handmalerei-Edition ehrt die Manufaktur das Bauhaus und seine für die Manufaktur tätigen Gestalter. Sie bewahrt die Authentizität der zweckdienlichen Form und macht die Stücke zeitgleich zu kunstvollen Key-Pieces, die die Ästhetik der Bauhauszeit in das moderne Interieur bringen.

Die Geschichte von KPM Berlin und dem Bauhaus Ursprünglich war es Günther von Pechmann, zu Zeiten des Bauhauses Direktor der Porzellan-Manufaktur, der die KPM Berlin und das Bauhaus zusammen brachte. Selbst Mitglied des Werkbundes, stellte er die Produktpalette des Unternehmens nach dem Leitbild „Porzellan für die neue Wohnung“ um. Die Stücke wurden kombinierbar und so Teil einer neuen Art, sich einzurichten. Es war von Pechmann, der den Kontakt zu den späteren Bauhaus-Ikonen Gerhard Marcks, Marguerite Friedlaender-Wildenhain und Trude Petri suchte, die wiederum mit ihren Entwürfen einen bedeutenden Anteil einer neuen Porzellan-Avantgarde für den Alltag leisteten und die KPM in eine neue Ära führten.