Des Königs neue Kleider – Breuers Klubsessel D4 im used Denim look

Wenige Teile überstehen schnelllebige Modetrends so nachhaltig wie Jeans – seit über 150 Jahren ist die Hose Kult. 1873 von Levi Strauss zum Patent angemeldet, wurde sie in Indigo zur Ikone und passt schon deshalb zum ikonenhaften D4 von Marcel Breuer aus dem Jahr 1926/27.

Alles weglassen, was unnötig ist – der zusammenklappbare Stahlrohr-Klubsessel wurde in Breuers erstem Stahlrohrkatalog als „besonders geeignet“ für Terrassen, Sommerhäuser, Gärten und Gartencafés bezeichnet. An ihm wird die Moderne greifbar: die Konstruktion ist ablesbar, die Materialien perfekt aufeinander abgestimmt.

Eine Perfektion, die die Künstlerin Kerstin Bruchhäuser bereits zum Bauhaus-Jubiläum faszinierte. Im vergangenen Jahr kleidete sie den D4 in der Patchwork-Technik koreanischer Pojagi ein und setzte ihm damit ein neues Denkmal. Nun kombiniert sie ihn mit einem Outfit, das Legenden webt: used Denim in Pojagi-Technik.  Entstanden ist ein klares Statement, das Kerstin Bruchhäuser so umreißt: „Durch die verantwortungsvoll produzierte Neuinterpretation des klassischen Faltsessels von Marcel Breuer zeigen wir, wie einzigartig nachhaltiges Design sein kann.

Jedes ihrer zehn Unikate sieht – je nach Farben und Waschungen – anders aus. Die hellen und dunklen Blautöne erzählen ihre eigenen Geschichten. Ob von James Dean im Film „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ , Gedanken an den blauen Planeten, die Kunstbewegung Blauer Reiter, die blaue Blume der Romantik, das monochrome Ultramarinblau von Yves Klein … dazu Größen wie Elvis Presley oder Marilyn Monroe in Jeans.

„Die Möglichkeiten von Assoziationen, Farbspielen und Mustern sind grenzenlos“, so Kerstin Bruchhäuser. „Künstlerisch ergibt sich immer wieder ein anderer Ansatz – und die Verbindung zu Marcel Breuers Stahlrohrgestell sieht sensationell lässig aus.“

Ein Sessel – eine limitierte Serie von 10 Unikaten zum Preis von je 3.450 Euro, um tief Luft zu holen – und sich danach im Himmelblau seiner Legenden einfach forttragen zu lassen.

Foto: HGEsch

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