California Dreaming

(Jens Meiners, Autoren-Union Mobilität) Nachdem der berühmte Concours d’Elegance und die flankierenden Veranstaltungen letztes Jahr ausgefallen sind, traf sich die automobile Elite heuer wieder auf der Monterey-Halbinsel.

Doch auch dieses Jahr warf die Pandemie noch ihren Schatten: Die anhaltenden Reisebeschränkungen vereitelten die Anreise vieler ausländischer Gäste, und es haben auch etliche Amerikaner abgesagt. Wer sich dennoch auf den Weg an die pazifischen Gestade begeben hat, dem wurde einiges geboten.

Mercedes-Benz etwa nutzte das Event, um die Historie des SL zu feiern – kurz vor dem Debüt des Nachfolgers, der erstmals unter AMG-Ägide entwickelt wurde. Absoluter Höhepunkt war die Kür eines Mercedes-Benz 540K Autobahnkurier von 1938 zum Sieger der Klassiker-Parade von Pebble Beach. Doch die Hersteller nutzen das Treffen auch als Hintergrund für das Debüt neuer Modelle oder Fahrzeugstudien. Wir haben die wichtigsten davon zusammengefasst:

Aston Martin Valkyrie Spider

Die britische Nobelmarke zeigt eine offene Variante des Supersportwagens Valkyrie. Zahlreiche Elemente sind direkt von der Formel Eins abgeleitet, und für Vortrieb sorgt ein 6,5-Liter-V12, der eine Maximaldrehzahl von über 11000 Touren erreichen wird. Alle 85 Exemplare sind bereits vergriffen.

Audi Skysphere Concept

Als erste von drei Studien mit neuer Formensprache soll das Audi Skysphere Concept einen Ausblick auf eine elektrische und autonome Zukunft geben. Das zweisitzige Oberklasse-Coupé ist großzügig verglast und verfügt als besonderer Clou über einen variablen Radstand. Chancen auf die Serienfertigung gibt es in dieser Form nicht, aber man wird viele Elemente in kommenden Serienfahrzeugen wiederfinden.

Bentley Flying Spur Mulliner

Die Mulliner-Dependance ist bei Bentley für besonders teure und erlesene Derivate zuständig. Jetzt kommt die Variante des Viertürers Flying Spur, die es – wie das Grundmodell – mit drei Motorisierungen gibt: einen hybridisierten 2,9-Liter-V6, der trotz 544 PS (400 kW) Gesamtleistung nur eine Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h schafft; einen 4,0-Liter-V8, der mit 550 PS (404 kW) in der Spitze 318 km/h läuft – und einen 6,0-Liter-W12 mit 635 PS (467 kW). Dieses ursprünglich auch für den Audi A8 vorgesehene Aggregat treibt ihn auf sensationelle 333 km/h.

Bugatti Bolide

Erst war es nur ein Prototyp, jetzt hat Bugatti eine Kleinserie bestätigt: Der Bolide soll 40 mal gebaut werden. Um seinem 8,0-Liter-W16 seine Maximalleistung von 1850 PS (1360 kW) zu entlocken, muss er mit 110-Oktan-Treibstoff befüllt werden. Dann ist eine Vmax von über 500 km/h drin.

Genesis Gran-Turismo-Modelle

Die Hyundai-Nobelmarke Genesis profiliert sich mit dem G70 GR4 GT, der auf kommende Motorsport-Aktivitäten der Marke verweisen soll. Gleichzeitig präsentieren die Koreaner mit Virtual-Reality-Mitteln drei weitere Konzepte für künftige Sportmodelle. Alle Typen wurden gemeinsam mit der Gran-Turismo-Video-Serie entwickelt.

Honda NSX Type-S

Honda kündigt die letzten 350 Exemplare des Supersportwagens NSX an, der in den USA unter der Marke Acura verkauft wird. Die Leistung des hybridisierten 3,5-Liter-V6 steigt auf 609 PS (448 kW). Allradantrieb und das Neungang-Getriebe sind neu kalibriert, das Gewicht lässt sich mit einem optionalen Leichtbau-Paket absenken. Nach Europa kommt der ultimative Honda nicht mehr.

Lamborghini Countach LPI 800-4

Die Geister scheiden sich, wenn es darum geht, ob nun der Miura oder der Countach als der Lamborghini schlechthin zu gelten hat. 15 Jahre nach dem retrofuturistischen Miura Concept stellen die Italiener jetzt eine Neuauflage des Countach vor, neben dem das Original geradezu zierlich wirkt. Der neue Countach basiert auf der Avantador-Ableitung Sián FKP 37 und verfügt über einen 6,5-Liter-V12 mit Supercap-Hybridisierung. Die Gesamtleistung beträgt 819 PS (602 kW). Er soll nur in 112 Einheiten gebaut werden.

Lincoln Anniversary und Aviator Shinola

Die Nobelmarke im Ford-Konzern zeigt einen eleganten Sportwagen namens Anniversary, der auf einem Projekt der Designhochschule Art Center College of Design im kalifornischen Pasadena basiert. Und nebenbei zeigen die Dearborner noch eine Studie, die gemeinsam mit der Design-Manufaktur Shinola auf Basis des SUV Lincoln Aviator verwirklicht wurde.

Pininfarina Battista

Der elektrische Supersportwagen der italienischen Design-Schmiede mit neuem Firmensitz in München zeigt sich dem Publikum erstmals in voller Pracht. Die extreme Leistung von 1900 PS (1400 kW) soll mit entsprechenden Fahrwerten korrespondieren.

Foto: Autoren-Union Mobilität/Bugatti/Aston Martin/Audi/Bentley/Genesis/Honda/Lamborghini/Lincoln/Mercedes-Benz/Pininfarina

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies und dem Einsatz von Google Analytics zu. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen