Lexus lernt schwimmen

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Nachdem Toyota bereits Motorboote baut, wagt sich nun auch die eigene Luxusmarke Lexus aufs Wasser. Auf der Insel Di Lido in der Biscayne Bay vor der Küste Floridas stellte das Unternehmen die Konzeptstudie einer 12,7 Meter langen Sportyacht vor. Angetrieben wird sie von zwei 5,0-Liter-V8-Benzinmotoren auf Basis des Hochleistungsmotors aus den F-Modellen der Marke. Sie produzieren jeweils über rund 328 kW / 440 PS und treiben die Jacht über ein Paar hydraulisch gesteuerter Innen-/Außenbord-Heckmotoren auf bis zu 43 Knoten (ca. 79 km/h).

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Ein Bugstrahlruder mit Joystick-Bedienung erleichtert das Anlegen der Lexus-Yacht, die acht Personen Platz bietet. Der Kapitän steuert und überwacht die Bordsysteme mit Hilfe eines Farb-Touchscreens am Ruder; angezeigt werden dort die GPS-Navigation, digitale Seekarten, Oberflächenradar, Unterwassersonar sowie Beleuchtungs- und Unterhaltungssysteme. Der Kapitänssitz ist elektrisch verstellbar, die Armlehnen lassen sich zu Notsitzen für besondere Gäste ausklappen.

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Die vordere Kabine wirkt mit Leder sowie Holz- und Glas-Details luxuriös. Sie bietet Stehhöhe, sechs Sofasitzplätze mit einem Tisch und eine Klimaanlage. In der Bordküche gibt es einen Herd mit zwei Kochstellen, eine Spüle und einen eingebauten Kühlschrank, und im Vorschiff ist eine Dusche eingebaut. Das integrierte Audio- und Video-Entertainmentsystem von Videoworks aus Italien ist mit 4G Wi-Fi und WAN komplett vernetzt. Lautsprecher von Revolution Acoustics und ein Digitalverstärker von Mark Levinson sorgen für standesgemäßen Musiksound.

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Den Anstoß für die Entwicklung des Boots gab vor einigen Jahren Toyota-Präsident Akio Toyoda, als er auf Einladung der Toyota-Marine-Abteilung ein paar Tage auf dem Wasser verbrachte, während gerade die neuen Jachten der Ponam-Reihe auf den Marktstart in Japan vorbereitet wurden. Toyota ist mit den Booten japanischer Marktführer im Premium-Jacht-Segment. Toyoda war begeistert und regte eine offene Lifestyle-Sportyacht mit Lexus-Performance an. Zwei Teams im Lexus Designzentrum in Toyota City bekamen den Auftrag für einen entsprechenden Entwurf. Der ausgewählte Vorschlag wurde im weiteren Jahresverlauf 2015 verfeinert, die Marine-Abteilung des Autoherstellers kümmerte sich um die Konstruktion und den Einbau der Bordsysteme.

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Die in Miami präsentierte Jacht ist ein Einzelstück, eine Produktion ist nicht geplant. Gefertigt wurde sie in Zusammenarbeit mit der Marquis-Carver Yacht Group aus Wisconsin, die große Erfahrung im Umgang mit großen Verbundstoffstrukturen besitzt. Die innere Struktur des Bootkonzepts besteht aus karbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFRP), was für eine Gewichtseinsparung von nahezu einer Tonne gegenüber einer vergleichbaren Jacht mit glasfaserverstärkten Kunststoffen. Das abgestufte Design des Unterwasserrumpfs verringert den Widerstand und verbessert die Handling-Eigenschaften bei hohem Tempo. (ampnet/jri)

Foto: Auto-Medienportal.Net/Lexus