In Vino veritas im Coquillade Village

Coquillade***** Village ist nicht nur Luxushotel, sondern und das seit Urzeiten ein Weingut! Seit es das Hotel in Form des provenzalischen Weilers gibt, ist es deshalb der perfekte Halt für Weinliebhaber. Inmitten der Reben, ist nicht nur der Ausblick ein Geschenk für die Augen, Weinkenner kommen hier dem Geheimnis der edlen Aureto-Tropfen auf die Spur.

Coquillade***** Village – der Weinberg

Seit dem 13. Jahrhundert wird auf dem Anwesen der Coquillade nachweislich Wein angebaut. Vermutlich war es damals eine Grangie der Abtei von Sénanque, bis es über die Jahrhunderte die Besitzer wechselte. 2007 kaufte Andy Rhis, Schweizer Unternehmer, das Domaine und ließ den Weiler mit den bestehenden Strukturen zum charmanten Luxushotel ausbauen. Der Weinberg blieb erhalten und erstreckt sich mittlerweile auf 36 Hektaren. Dabei produziert die Cave Aureto, die zur Coquillade gehörende Weinkellerei, edle Tropfen mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung AOP Luberon wie AOP Ventoux.

Die auf dem Anwesen der Coquillade gelegene Weinkellerei Aureto ist dabei ein sehr modernes Gebäude, das den höchsten Ansprüchen des nachhaltigen Baus gerecht wird und zudem mit den modernsten Techniken ausgestattet ist. Der Gast im Coquillade***** Village darf demnach gerne ein Weinliebhaber sein. Bacchus hochselbst leistet ihm Gesellschaft, denn die Hotelanlage ist von Reben umgeben. Weinliebhaber sind hier bestens aufgehoben und erleben nebst Genuss, Wohlbefinden und Luxus, ein feines Programm rund um die regionale Oenologie und können gleich vor Ort Nachschub für die heimischen Kellergewölbe beziehen.

Aurélie Julien – die Hüterin der edlen Aureto-Tropfen

Als Aurélie Julien aus Apt mit 17 Jahren einen Urlaub in Bordeaux verbrachte und sich zur selben Zeit im Dilemma der Berufswahl befand, fühlte sie sich von den umgebenden Weinbergen sehr inspiriert. Jedenfalls führte es dazu, dass sie Oenologin wurde. Ein Beruf der damals von der Männerwelt beherrscht wurde. Als sportliche Frau, die regelmäßig Reitturniere bestreitet, sieht sie sich aber kaum physisch benachteiligt. Und auch wenn sie sich doch hin und wieder Respekt verschaffen musste, stellten die männlichen Kollegen keinen weiblichen „Touch“ in ihren Weinkreationen fest.

Fragt man die Kellermeisterin des Caves Aureto was einen guten Wein ausmacht, erwidert sie: „Die Qualität der Trauben ist das Fundament. Faktoren wie Weinbereitung, Fachwissen oder hygienische Maßnahmen sind Komplementärmaßnahmen, die den weiteren Beitrag leisten.“ Deshalb und entsprechend dem Nachhaltigkeitskonzept der Coquillade werden auf dem 36 Hektar großen Weingut die Trauben in naturnahem Anbau kultiviert. „Seit 2009 hatten wir keinen Einsatz von Insektiziden vorgenommen“, unterstreicht Aurélie Julien mit Stolz und denkt sogar daran, das Weingut in naher Zukunft ganz auf Bio umzustellen.

Geht es um die qualitative Ausrichtung der Aureto-Weine, möchte sich die Kellermeisterin nicht von Dekreten festnageln lassen. „Wir haben unseren eigenen Qualitätsanspruch, der sehr hoch liegt, wir möchten jedoch kreativ bleiben und erlauben uns daher auch Weine herzustellen, die nicht den Ansprüchen einer Ursprungsbezeichnung gerecht werden, da sie nur gewisse Sorten berücksichtigt. Die Kreationen außerhalb der beiden AOPs werden unter der geschützten geographischen Angabe IGP Vaucluse vinifiziert und erfreuen sich großer Beliebtheit.“ Bei solchen Äußerungen weckt sich die Lust auf eine Probe aufs Exempel, mit weiteren Erläuterungen der versierten Kellermeisterin.

Alles Wein oder was?

Wer völlig in den Saft des Cave Aureto eintauchen möchte, hat dabei die beste Möglichkeit, dies mit einem Aufenthalt in der Coquillade zu verbinden. Vom Hotel geht gleich der Winzer-Pfad ab. Drei verschiedenen Varianten, zwischen dreißig Minuten bis anderthalb Stunden Marsch, geben Überblick über die angebauten Weinsorten, lokale Kuriositäten und die Beschaffenheit des Terrains. Ein dreisprachiges Faltblatt mit allen Informationen erhält man dabei an der Rezeption, aber auch geführte Besichtigungen mit Kommentaren bietet die Coquillade dazu an. Die Besichtigung des Cave Aureto vervollständigt den ersten Eindruck. Hier erfahren Weinliebhaber, wie man Wein mit den neuesten Techniken produziert ohne die Grundessenz zu verfälschen. Bei einer Weinprobe verkostet man das Resultat der oenologischen Bemühungen auf der Coquillade und wird danach kaum mit saurer Miene heraus laufen. Wer das komplette Degustationserlebnis mit allen fünf Sinnen erleben möchte, sollte sich den Degustationsworkshop im Weinshop des Cave Aureto, der sich direkt an der Landstraße zwischen Cavaillon und Apt befindet, keinesfalls entgehen lassen.

Unumgängliche Veranstaltungen für die Weinagenda

Nicole Guillot ist die hauseigene Weinkönigin und kümmert sich um den Verkauf der edlen Aureto-Weine. Mit ihrem Team hat sie das auch sehr gut in Griff, denn 40 Prozent der Aureto Weine werden vor Ort im Weinshop verkauft, während die anderen 60 Prozent in den Export gehen. Das Geheimnis ihres Erfolgs sind zweifelsfrei die unumgänglichen Veranstaltungen, die sie organisiert. Jährlich im Juli und August organisiert sie beim Weinshop ein Open-Air Kino mit Picknick und natürlich den Aureto-Weinen. Dazu sollte man sich für 2015 gleich den 21. August notieren. Mitte August, heuer am 14., findet der Roséball statt. Eine Tanzveranstaltung an der es nicht nur feuchtfröhlich zu und her geht, die Gäste werden dazu angehalten, auch in rosa Bekleidung das Tanzbein zu schwingen! Jeweils an einem Samstag um den Nikolaustag im Dezember findet der kulinarische Weihnachtsmarkt statt – dieses Jahr am 5. Dezember 2015. Dieser ist besonders köstlich, da es Rührei mit schwarzen Trüffeln gibt und das, soviel man essen kann. Wenn das kein Anlass für Feinschmecker ist! Nicht zu vergessen ist das jährliche Weinfest. Jeweils am Himmelfahrt-Wochenende im Mai findet dabei ein Markt mit lokalen Erzeugern statt. Nicoles Feste bleiben einem in Erinnerung – also sofort im Kalender vermerken!

Fotos: ©Jérôme Mondière – Drakkar Communication